Eine liebeserklärung an... QUINOA

Besonders den Veganern bzw. Vegetariern unter euch wird Quinoa bestimmt schon länger ein Begriff sein: Schließlich ist er doch eine der besten pflanzlichen Eiweiß-Quellen, die uns die Natur geschenkt hat. Aber auch die "Mischköstler" sollten unbedingt so oft wie möglich auf das "Powerkorn der Inkas" setzen, wie das aus Südamerika stammende "Pseudogetreide" auch liebevoll genannt wird.

 

Ich bin ein Riesenfan von Quinoa und verwende ihn mehrmals die Woche. So gibt es ihn bei mir schon morgens als warmen Porridge oder als Flocken im Müsli, mittags als sättigende Salat-Beilage und abends in Form von Quinotto oder als Alternative zum Curry. Mit Quinoa lassen sich außerdem leckere Quinoa-Bratlinge herstellen, die ich gerne für selbstgemachte vegane Burger verwende. 

 

Mmmmmmhhh, so lecker! 

 

Quinoa schmeckt nicht nur köstlich und sättigt hervorragend, sondern ist zudem richtig, richtig gesund. Also perfekter geht's fast wirklich nicht mehr. Ähm, doch, ich hätte da noch was: Man könnte sogar sagen, dass Quinoa das perfekte Grundnahrungsmittel ist. Ich hab sogar wirklich mal gelesen, dass man nur mit Quinoa überleben könnte, weil einfach alles im Powerkorn steckt. Die Quelle finde ich leider nicht mehr, sodass ich euch das an dieser Stelle leider nicht wie gewollt eindrucksvoll beweisen könnte :-( Großes Sorry. Jetzt müsst ihr mir das einfach irgendwie glauben. Aber ein paar Facts dazu hab ich natürlich trotzdem:

 

1. Quinoa ist eine hervorragende Eiweiß-Quelle

Quinoa liefert uns alle essentielle Aminosäuren (das sind die, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, weil sie der Körper nicht selbst herstellen kann), weshalb gerade ein Veganer unbedingt regelmäßig zu den kleinen Körnern greifen sollte. 

 

2. Quinoa ist glutenfrei

Gerade für Menschen mit Zöliakie oder für alle, die sich ohne Gluten ernähren möchten, ist Quinoa eine tolle Getreidealternative. Es gehört wie Amaranth oder Buchweizen zum sogenannten "Pseudogetreide" und gehört als Gänsefußgewächs zur selben Pflanzenfamilie wie Spinat. Interessant, oder?

 

3. Quinoa macht fröhlich

Dank seines hohen Tryptophan-Anteils macht uns Quinoa - wie übrigens auch Schokolade bzw. viel mehr der darin enthaltene Kakao - glücklich. Trytophan ist eine Aminosäure, die unser Gehirn für die Herstellung des Glückshormons Serotonin benötigt. #Glüxfood eben und vielleicht auch der Grund, weshalb sich Alfred J. Kwak immer fragte:

 

4. Quinoa ist eine Nährstoff-Bombe

Quinoa versorgt uns mit vielen Vitaminen (v.a. Vitamin E und B-Vitamine) und zeichnet sich durch seinen hohen Kalium- und Eisen-Gehalt aus. Das Powerkorn liefert dir außerdem einiges an Calcium und ist eine gute Magnesiumquelle. Es ist zudem reich an Mangan und Kupfer. 

 

5. Quinoa unterstützt dich beim Abnehmen

Das ist kein haltloses Werbeversprechen eines eingefleischten Quinoa-Fans, um auch dich endgültig von seiner Wirkung zu überzeugen,  sondern einfach zu erklären: Quinoa sättigt uns dank seines hohen Eiweiß-Anteils, versorgt uns mit sehr vielen Nährstoffen (gegen Heißhunger!) und lässt unseren Blutzuckerspiegel dank seiner komplexen Kohlenhydrate bzw. seines niedrigen glykämischen Indexes nur gering ansteigen.

 

 6. Quinoa schmeckt einfach suuuuuper und ist sooooo vielseitig einsetzbar:

 

Die wichtigste aller Fragen, wenn es um Quinoa geht: Was kann man damit jetzt alles machen?

Wenn ich dich nun überzeugen konnte (*freu*), dann fragst du dich nun sicherlich, was man denn jetzt damit in der Küche so alles anstellen kann. Ein bisschen was habe ich ja in der Einleitung schon verraten.

 

Wichtig ist, dass du die Quinoa-Körner vor jeder Zubereitung - egal, ob du sie roh oder gekocht isst - gut unter fließendem Wasser durchspülst, damit die darin enthaltenen Saponine ausgespült werden. Saponine? Sind die giftig? Nein, nein, keine Sorge. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind die Ursache, weshalb sich beim Kochen von Bohnen bzw. generell Hülsenfrüchten immer ein Schaum auf dem Wasser bildet. Das ist dir vielleicht schon aufgefallen. Saponine schmecken meist bitter. Und weil wir das für unseren Quinoa nicht wollen, waschen wir ihn und spülen diesen unangenehmen Geschmack einfach raus.

 

Wasser und Quinoa werden dann im Verhältnis 3:1 dosiert (Packungsanweisung beachten). D.h. du bringst die dreifache Menge an Wasser zum Kochen, rührst dann den gewaschenen Quinoa unter und lässt die Körner ca. 15 min köcheln. Du wirst merken, dass die Körner das Wasser aufnehmen und noch ordentlich an Größe gewinnen. Wenn das Wasser aufgezogen und der Quinoa weich ist, schaltest du den Herd einfach aus und lässt den Topf noch ein paar Minuten ruhen und den Quinoa nochmals nachquellen. Geschmackstipp: Du kannst übrigens auch Gemüsebrühe statt normales Wasser verwenden - dann hat der Quinoa gleich noch mehr Geschmack.

Quinoa kann man süß (z.B. als Frühstück: Quinoa, Zimt, Kardamom, Hafermilch/Mandelmilch/Milch mit einem geriebenen Apfel oder einer Banane aufkochen), oder sauer als Beilage (z.B. statt Reis), im Salat, als Bratlinge, in einer Gemüsepfanne (dazu einfach Gemüse in einer Pfanne anbraten, Quinoa dazu geben und z.B. noch frisch geriebenen Parmesan unterrühren) oder als Quinotto (z.B. mit Kürbis und Radicchio) genießen. 

Quinoa-Rezepte